Jungmeister

Wir setzen auf den Nachwuchs.
Und vernetzen ihn gezielt!

Im Jungmeisterkreis kommen die Sattlermeisterinnen und Sattlermeister unter 40 Jahren zusammen: Der Kreis mit zur Zeit etwa 60 Mitgliedern vernetzt die jungen Meister ganz gezielt und länderübergreifend.
Die Mitglieder des Kreises, der 1994 von Willi Weil, Boris Bielkine und Ulrich Marx gegründet wurde, kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel ist vor allem eine engere Vernetzung der kommenden Sattler-Generation.

Einmal im Jahr laden wir deshalb zur Jungmeistertagung an wechselnden Orten. Die etwa 100 Teilnehmer kommen dabei nicht nur direkt aus dem Handwerk, auch Partner, Lieferanten und Sponsoren sind herzlich willkommen.
Zentrale Themen sind hier die Weiterbildung und der Erfahrungsaustausch. Dafür organisieren wir Workshops, Vorträge von externen Referenten und vieles mehr.
Außerdem werden während der Tagung Kontakte geknüpft, gepflegt und ausgebaut, Marktneuheiten vorgestellt und gemeinsame Seminare, etwa zur Mitarbeiterschulung organisiert. Die Jungmeister tauschen auch ihre Auszubildenden für Praktika aus.
Seit 2012 findet man den Jungsattlerkreis übrigens auch im berühmten Guinness Buch der Rekorde – nachdem wir auf der vorherigen Jungmeistertagung in einer Gemeinschaftsarbeit den größten Würfelbecher der Welt aus Leder angefertigt haben.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt 66 Euro im Jahr. Die Mitgliedschaft ist jährlich kündbar – Voraussetzung ist nur die bestandene Meisterprüfung.  Und natürlich freuen wir uns immer über neue Mitglieder!

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Aktivitäten der Regionalgruppe

Veranstaltung bei Steffen Würtz in seiner Werkstatt

Am 09.- 10.04.2011 traf sich die Regionalgruppe Ba-Wü´s um Grundlagen des Punzierens zu erlernen und zu vertiefen.
In den neuen Räumen der Sattlerei Pegasus probierten sich die  Teilnehmer, nach kurzer Einführung von Steffen Würtz, selbst an eigenen Stücken.
Es entstanden vielseitige Objekte wie Gürtel, Taschendeckel, Armbänder, etc.

Ein weiteres treffen fand statt, um die Kenntnisse im Polstern zu erweitern.

Hier stellte Steffen Würtz seine Werkstatt zur Verfügung.

Helmut Vollmer leitete die Interessierten an. Jeder übte sich an einem Stück mit der Rautenheftung.

Hierzu kamen Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet, selbst eine Raumausstatterkollegin nahm teil. Helmut Vollmer konnte allen Teilnehmern die Grundlagen sehr gut vermitteln und am Ende des Kurses entstanden wahre Kunstwerke. Den Samstag ließen wir bei einem gemütlichen Vesper und anschl. Weinprobe ausklingen.

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren( Fa. Binder, Leder Reinhardt, Fa. Ehatex) für Ihre stete Unterstützung bei unseren Aktionen.

Aktivitäten der Regionalgruppe Baden Württemberg

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2014 Jungmeistertreffen auf Mallorca

Erste gemeinsame Tagung der Jungmeister der Sattler und Raumausstatter

Es war eine außergewöhnliche Tagung aus einem außergewöhnlichen Anlass. Der Jungmeisterkreis vom Sattlerverband beging sein Jubiläum zum 20jährigen Bestehen seiner Gemeinschaft an einem für die bisherigen Zusammenkünfte ungewöhnlichen Ort, nämlich auf der spanischen Insel Mallorca, und die Sattler hatten sich außerdem zu ihrem Geburtstag Gäste aus dem ihnen nahe stehenden Jungmeisterkreis der Raumausstatter eingeladen.

Gelungener Auftakt, der ein "Comeback" verspricht

Und so fanden sich vom 28. bis zum 30. März dieses Jahres rund 120 Teilnehmer zu diesem einmaligen Treffen ein, darunter zahlreiche Gäste, Referenten und obendrein zwei kleine zukünftige HandwerkerInnen im Alter von knapp zwei Jahren. Selbstredend wurde nicht drei Tage lang gefeiert, obwohl die Sattler-Jungmeister dazu allen Grund gehabt hätten, denn sie können mit berechtigtem Stolz auf eine äußerst erfolgreiche Bilanz der vergangenen zwei Jahrzehnte ihrer Handwerkergemeinschaft zurückblicken. Immerhin hat sich aus den Anfängen einer zwei Hände zählenden Runde in den ersten Jahren ihrer Treffen eine beachtenswerte Gruppe gebildet, der längst mehr als 70 Mitglieder angehören. Anfangs unter der Leitung von Autosattlermeister Thomas Kohlberger, nachfolgend weitergeführt durch Sattlermeister Rainer Möhn, und bis heute über drei Wahlperioden hinweg bestens geleitet von Timo Grothe, wurde ein erfolgreicher Weg beschritten, der bis heute in Handwerker-kreisen von sich reden macht. Stets wurde die JMK-Leitung unterstützt durch eine Mannschaft engagierter Mitstreiter, dabei ebenso begleitet und klug beraten vom Initiator dieser Gemeinschaft, Wilhelm Weil, dem heutigen stellvertretenden Präsidenten des ZVR, und gleichermaßen von Roland Steiner als langjährigem Präsident des BVFR.

Mit einer frühlingshaften Begrüßung der Handwerker vermochte die wunderschöne Insel allerdings nicht aufzuwarten. Doch vermochten die kühlen Temperaturen die Freude und Begeisterung aller Angereisten nicht zu beeindrucken. Es überwog vielmehr das spannende Interesse, gemeinsam an einer Tagung teilzunehmen, die bislang einmalig sein dürfte. Das bezieht sich auf die hervorragende gesamte Organisation des Treffens, auf die geschmackvoll ausgewählte Unterbringung der Teilnehmer, vor allem auf die inhaltlichen Schwerpunkte der Weiterbildung und ebenso auf das Besichtigungs-Programm. Roland Steiner als Präsident des BFVR, dankte in seinen Begrüßungsworten zur Eröffnung des Jubiläumstreffens den beiden mit großem Applaus bedachten Organisatoren der Tagung, nämlich der Raumausstatter-Meisterin Silke Schön und dem Sattlermeister Thomas Hürter. „Ihr habt neben eurer eigenen Berufstätigkeit viele Monate der Freizeit geopfert, um dieses einmalige Jubiläum vorzubereiten“, galt sein Lob dem großartigen Engagement der beiden ‚zeitweiligen Veranstalter‘.

Die Thematik am ersten Vormittag der Tagung galt zunächst, für beide Handwerkerbereiche gleichermaßen geeignet, dem Thema der Herstellung von Sonnensegeln für alle Möglichkeiten ihrer Anwendung. Aus den langjährigen Erfahrungen dieser Produktion vermittelten die beiden Autosattler Rainer Möhn sowie Roland Steiner eine Vielfalt von Hinweisen und Ratschlägen. Daran anschließend informierten sich die Autosattler anhand von praktischen Demonstrationen von Annika Drechsler und Thomas Hürter über die perfekte Herstellung von Komfortsitzen.

Mit großer Begeisterung folgten dann wieder die Teilnehmer beider Handwerksbereiche den Ausführungen des Sachverständigen für das Raumausstatter-Handwerk Richard A. Kille zur Thematik einer klugen Bodenauswahl und seiner perfekten Verlegung.

Dass die Insel mit einer wunderschönen Hauptstadt beeindrucken kann, durfte die Gästeschar am Nachmittag beim Kennenlernen von Palma erleben, um danach das gemeinsame Abendessen in einem zünftigen historischen Weinkeller zu genießen.

Von vielen Teilnehmern offensichtlich ein mit großer Spannung erwarteter Referent eröffnete den zweiten Vormittag. Der Name Wilhelm Hachtel, seines Zeichens Geschäftsführer der MHZ Hachtel GmbH & Co. KG, verspricht immer wieder Vorträge, die an Inhalt und Qualität kaum zu überbieten sind. Dieses Mal stand die Problematik einer klugen ‚Arbeitsmethodik‘ im Mittelpunkt der anderthalbstündigen Ausführungen, erweitert durch zahlreiche Anfragen der Handwerker. Daran anschließend informierten Jens Lehmann, als redaktioneller Mitarbeiter der ‚RZ Raum & Ausstattung‘, über Probleme und Erfahrungen der Öffentlichkeits- und Pressearbeit, daran anschließend folgten die Ausführungen des Referenten Klaus Dieter Scholz zur Problematik ‚Pro und Contra einer Ausbildung‘.

Das Nachmittagsprogramm führte die ‚Jubiläumsgäste‘ zur Ausfahrt mit einer seit anno 1912 auf der Strecke zwischen Palma und Sóller verkehrenden Traditions-Eisenbahn. so dass allen Mitreisenden ein traumhafter Eindruck von dieser herrlichen mallorcinischen Landschaft, ihrer an der Strecke liegenden Wohngegenden, den zauberhaften Gärten mit reich von reifen Früchten geschmückten Apfelsinen- und Zitronenbäumen in Erinnerung bleiben wird.

Da die Sonne sich auch am zweiten Tag hinter einigen Wolken versteckt hielt, musste am Abend die abschließende Grillparty aufgrund kühler Außentemperaturen nicht, wie geplant, am Strand, dafür in den schönen Räumen des ‚Nassau Beach Club‘ stattfinden, wo ein schmackhaftes Menü sowie ein Rundum-Meerblick bei allen Gästen für das gemütliche Wohlbefinden sorgten, doch auch eine leichte Wehmut des Abschieds verspüren ließ .

 

P.S.:

Wie sich von vielen Gästen der Mallorca-Tagung vernehmen ließ, wurden Wünsche geäußert, die von einer weiteren derartigen Tagung schwärmten. Voneinander lernen und miteinander fröhlich sein, was ließe sich dagegen sagen? Ein Anlass stünde in beiden Handwerker-bereichen, wenn der Wunsch in Erfüllung gehen soll, schließlich von Zeit zu Zeit immer wieder ins Haus.

Text: Monika Marschall, Fotos: Bernhard Marschall, Jens Lehman / RZ

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    2014 Jungmeistertreffen auf Mallorca

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